Wer 2012 nach Italien reisen will, der sollte einiges an Fahrtkosten einplanen. Denn obwohl zuletzt erst im September 2011 die Mautkosten erhöht wurden wird die Autobahngebühr nun schon wieder teurer!
Touristen, die die italienischen Inseln bereisen, fliegen meist nach Sizilien oder Sardinien. Doch die Badeorte an der Adria, die nördlich von Rimini liegen: Bibione, Jesolo und Cesenatico sind klassische Selbstfahrerziele. Einst waren diese Ferienorte so beliebt, weil man dort billig Urlaub machen konnte.
Autofahrer müssen sich nun aber auf eine etwa siebenprozentige Erhöhung der Fahrkosten einstellen. Für die Strecke von Villach nach Venedig legt man nun 15,60 Euro hin. Bisher waren es 14,60. Auch von Turin über Genua nach Frankreich zahlt man nun einen Euro mehr. 17,60 statt 16,90 Euro.
Auf den häufig genutzen Routen von Verona nach Pesaro beziehungsweise von Verona bis Pisa wurden die Preise um circa drei Prozent verteuert.
Der deutsche Automobilclub ADAC kritisierte die erneute Anhebung der Gebühren als zu teuer, vor allem da sich trotz der zeitlich nahe aneinander liegenden Erhöhungen der Zustand der Straßen nicht oder kaum verbessert hätte. Viele Straßen und Tunnel seien ungenügend gewartet.
Ob das Geld der aktuellen Erhöhung nun in den Straßenbau gesteckt wird, bleibt abzuwarten. Schließlich fehlt es in Italien auch an allen Ecken und Enden.
Ob die Italiener sich mit den teuren Autobahngebühren wirklich einen Gefallen tun, ist äußerst fraglich. Wer nicht unbedingt mit dem Auto nach Italien fahren muss, wird es wohl nicht mehr tun.
Die Frage ist auch, ob die nördliche Adria nicht im Laufe der Zeit immer weniger attraktiv geworden ist: Das Bauen einer Sandburg am Strand von Eraclea kann mit 250 Euro bestraft werden.
Musik spielen und Feuer anzünden sind sowieso verboten. Von der südländischen Lockerheit ist da nicht mehr viel übrig geblieben.



